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Immunsystem und Fasten

Fasten verbessert das Immunsystem

Otto Buchinger, der bekannte Fastenarzt, wurde einst wegen einer resistenten Infekt-Polyarthritis als dienstunfähig aus dem Militär entlassen. Mit einem 18-tägigen Wasserfasten konnte er diese rheumatische Gelenkerkrankung jedoch vollkommen ausheilen.

Auch andere Fastenärzte berichten von ihren Erfahrungen und Beobachtungen, dass richtig angewandte Fastenbehandlung den gesamten Organismus und so auch die Immunität positiv beeinflusst.

Gesunde Menschen verfügen über eine normal funktionierende Immunität. Ob diese Immunität im Gleichgewicht bleibt, hängt vor allem ab von der normalen Funktion bestimmter Zellen (z.B. der Lymphozyten), von der Intensität, Häufigkeit und Dauer der von außen eindringenden Angriffe und von der membranösen Zellhormonregulation.

Leider gibt es nur wenige Studien, die den Einfluss des Fastens auf das Immunsystem genau untersuchen und belegen, und wenn, dann sind die erfassten Daten oft sehr mangelhaft und nur schwer vergleichbar. Dennoch konnte man herausfinden, dass einige Wirkungen des Fastens direkten Einfluss auf das Immunsystem haben.

Fastenwirkungen, die das Immunsystem beeinflussen:

Stilllegung des Magen-Darm-Trakts: Die ca. 200 m2 Darmoberfläche bieten im menschlichen Körper die weitaus größte Angriffsfläche für infektöse Eindringlinge (im Vergleich dazu: Lunge 40 m2, Haut 2 m2). 80 Prozent unseres Immunsystems befinden sich im Darm, und die meisten Antigene treffen durch die Ernährung auf den Organismus. Daher wird das Immunsystem durch das Fasten ganz erheblich entlastet.

Eiweißabbau: Der allgemeine Eiweißabbau zerstört auch diejenigen Eiweiße, die dafür verantwortlich sind, dass Entzündungen im Körper überhaupt erst entstehen können. Über längere Fastenzeiten muss jedoch darauf geachtet werden, dass sich die Verminderung der Eiweißsynthese nicht negativ auswirkt, und eventuell durch Eiweißzugabe während des Fastens ausgleichen.

Entwässerung, Entsalzung, Gewichtsreduktion: Die Gewichtsreduktion entlastet den Körper und das Ausschwemmen von Salzen reinigt Darm und Körper, sodass er gleichzeitig entgiftet wird.

Veränderung im hormonellen Bereich: Das Fasten wirkt sich auch auf die Produktion der Hormone aus (z.B. Insulin, Östrogen, Endorphin). Diese Botenstoffe beeinflussen ihrerseits wieder das Immunsystem.

Psychisch-seelische Veränderungen: Die Tatsache, dass der Fastende während des Fastens ruhiger wird und sich mehr vom Alltagsgeschehen distanziert, und auch das Phänomen, dass der Fastende sich bei längerem Fasten plötzlich trotz des äußerlichen Nahrungsentzugs richtig wohlfühlt und sich als besonders leistungsfähig empfindet, haben positive Auswirkungen auf das Immunsystem.

Wie stark diese Fastenwirkungen die Immunität letztendlich tatsächlich beeinflussen, ist abhängig von der Ausgangslage jedes einzelnen Fastenden (Alter und Geschlecht, übliche Ernährungsgewohnheiten, Einnahme von Medikamenten und Genussgiften, allgemeine psychisch-seelische Konstitution), vom Fastenverlauf (Dauer, Aktivität, Stresseinflüsse, Motivation, Hilfsmethoden und Fastenzusätze, Ausscheidungen) sowie von der Vor- und Nachbereitung des Fastens (stufenweises Herangehen an das Fasten und Umstellung auf gesunde Ernährung nach dem Fasten).